PKV Kostenübernahme Check-up: Was erstattet wird
Viele PKV-Versicherte zahlen für einen Facharzt-Check-up aus eigener Tasche — obwohl ihre Versicherung erstatten würde. Der Grund ist meist nicht die Police, sondern fehlende Information vor der Buchung. Dieser Artikel zeigt, wie PKV-Erstattung für präventive Check-ups funktioniert, was du im Vorfeld klärst und wann sich Selbstzahlen rechnet.

Key Facts
- Viele PKV-Versicherte zahlen für einen Facharzt-Check-up aus eigener Tasche — obwohl ihre Versicherung erstatten würde. Der Grund ist meist nicht die Police, sondern fehlende Information vor der Buchung.
- Private Krankenversicherungen erstatten den PreventicsOne Premium Check-up häufig vollständig. Ob das auf deinen Tarif zutrifft, lässt sich vor der Buchung im kostenlosen Erstgespräch klären.
- Die Abrechnung erfolgt nach Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) — der gesetzlichen Honorarordnung für privatärztliche Leistungen. Der PKV-Versicherer prüft die Rechnung gegen die Tarifbedingungen.
- Vorsorgeleistungen sind in den meisten PKV-Tarifen explizit als erstattungsfähig hinterlegt — oft mit jährlichem Erstattungsbudget. Was über die GKV-Vorsorge hinausgeht, ist im Tarif als „erweiterte Vorsorge“ oder „Vorsorgeuntersuchungen über die gesetzliche Vorsorge hinaus“ definiert.
- Der Premium Check-up kostet ca. 1.500 € als Selbstzahler. Was eine Einzelabrechnung über mehrere Praxen — Hausarzt, Kardiologe, Diabetologe, Sportmediziner, Radiologe — kosten würde und ob alles als integriertes Bild zusammenkäme, ist eine andere Frage.
- GKV-Versicherte bekommen den Check-35 kostenlos — er bietet aber nur einen Bruchteil des Diagnostik-Umfangs. PKV-Versicherte haben durch ihren Tarif strukturell mehr Spielraum für ein vollständiges Präventionsprogramm.
Was du in diesem Artikel erfährst
- Wie PKV-Erstattung für präventive Check-ups grundsätzlich funktioniert — Kostenerstattungsprinzip, GOÄ und Tarifbedingungen
- Warum die meisten modernen PKV-Tarife den PreventicsOne Premium-Check-up häufig vollständig erstatten
- Was Selbstzahler zahlen — und wie du den Preis im Vergleich zu Einzelabrechnungen einordnest
- Wie du die Erstattung in vier konkreten Schritten vor der Buchung klärst
- Wie der Check-up bei PreventicsOne GOÄ-konform abgerechnet wird
Wie PKV-Erstattung für präventive Check-ups grundsätzlich funktioniert
Die private Krankenversicherung funktioniert nach dem Kostenerstattungsprinzip — du bekommst eine Rechnung des Arztes, reichst sie bei deiner PKV ein und erhältst die Erstattung gemäß deinem Tarif. Das gilt für jede privatärztliche Leistung, auch für präventive Check-ups.
Privatärztliche Leistungen werden nach der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) abgerechnet. Sie ist die rechtliche Honorarordnung für jede privatärztliche Leistung in Deutschland. Der PKV-Versicherer prüft die Rechnung gegen seine Tarifbedingungen — Standard ist GOÄ-konforme Abrechnung mit den üblichen Steigerungssätzen.
Was genau erstattet wird, hängt von deinem individuellen Tarif ab. Vorsorgeleistungen sind in den meisten modernen PKV-Tarifen explizit hinterlegt — manchmal als jährliches Vorsorgebudget, manchmal als umfassende Erstattungsklausel ohne Deckelung. Was über den gesetzlich definierten Vorsorgeumfang hinausgeht (also alles, was im Check-35 nicht enthalten ist), fällt in vielen Tarifen unter „erweiterte Vorsorge“ oder ist als ärztlich begründete präventive Diagnostik erstattungsfähig.
Die Konsequenz: Wenn du PKV-versichert bist und einen vollständigen Check-up machen willst, ist die zentrale Frage nicht „kann ich mir das leisten?“ — sondern „erstattet mein Tarif diese Leistungen?“. Das ist eine sachliche Frage mit einer sachlichen Antwort, die du vor der Buchung bekommst.
Warum die meisten PKV-Tarife den PreventicsOne Check-up erstatten
Private Krankenversicherungen erstatten den PreventicsOne Premium Check-up häufig vollständig. Eine Garantie ist das nicht — aber eine begründete Erwartung, sofern dein Tarif Vorsorgeleistungen vorsieht.
Der PreventicsOne Check-up ist eine ärztlich indizierte präventivmedizinische Diagnostik durch einen Facharzt für Innere Medizin und Kardiologie mit Zusatzbezeichnung Sportmedizin. Die einzelnen Leistungen sind GOÄ-konform abrechenbar — Echokardiographie, Belastungs-EKG mit Spiroergometrie, Sonographie, Bioimpedanz, neurologische Untersuchung, Laborleistungen und weitere. Das ist keine Sonderabrechnung, sondern Standardprozedur.
Die meisten modernen PKV-Tarife enthalten in der Regel ein jährliches Vorsorge-Budget oder eine umfassende Vorsorgeklausel. Diese Klauseln sind explizit dafür gedacht, präventive Leistungen jenseits des GKV-Standards zu finanzieren. Wer einen aktuellen Tarif hat, hat also strukturell die Tür offen für genau diese Art von Diagnostik.
Im kostenlosen Erstgespräch wird die wahrscheinliche Erstattung mit dir besprochen. Wenn relevant, kann zusätzlich vorab eine Anfrage an deine PKV gerichtet werden — so weißt du vor der Buchung, mit welcher Erstattung du rechnen kannst. Keine Spekulation, keine Überraschung mit der ersten Rechnung.
Die Konsequenz: Wer PKV-versichert ist, sollte vor jedem präventiven Selbstzahler-Termin den eigenen Tarif checken. Die Wahrscheinlichkeit, dass eine vollständige oder teilweise Erstattung möglich ist, ist hoch — und der Aufwand der Klärung ist gering.
Was Selbstzahler zahlen — und wann sich das rechnet
Der PreventicsOne Premium Check-up kostet ca. 1.500 € für Selbstzahler. Dieser Preis umfasst über 68 Biomarker und 14 Fachuntersuchungen an einem halben Tag, inklusive Anamnesegespräch, Ergebnisgespräch und priorisiertem 3-Monats-Aktionsplan.

Was an einzelnen Praxen für die enthaltenen Leistungen verteilt anfallen würde — kardiologische Sprechstunde, Echokardiographie, Belastungs-EKG mit Spiroergometrie, Gefäßdiagnostik, sportmedizinische Beratung, erweitertes Labor — kommt in der Summe in einer ähnlichen Größenordnung an. Mit zwei wichtigen Unterschieden: erstens viele separate Termine über Wochen, zweitens kein integriertes Auswertungsmodell, weil jede Praxis nur ihren Teilbefund liefert.
Der eigentliche Mehrwert ist nicht der Preisunterschied, sondern dass die Befunde als integriertes Bild ausgewertet werden. ApoB, Lp(a), HOMA-IR, hsCRP und VO2max in einer Hand und in einem Ergebnisgespräch — das ist klinisch deutlich aussagekräftiger als fünf isolierte Befunde aus fünf Praxen, von denen niemand das Gesamtbild zusammenfügt.
Ob sich der Preis als Selbstzahler rechnet, ist letztlich eine persönliche Entscheidung. Für jemanden mit Familienanamnese für kardiovaskuläre Erkrankungen, unter dauerhafter Stressbelastung oder in der Lebensphase 40+ kann eine vollständige Risikoeinschätzung jeden Euro wert sein.
Die Konsequenz: Selbstzahler sollten nicht den Preis isoliert bewerten — sondern den Gegenwert. 1.500 € für eine vollständige Standortbestimmung mit konkretem Aktionsplan ist eine andere Investition als 100 € für eine Einzelmessung ohne Kontext.
Wie du die PKV-Erstattung im Vorfeld klärst
Die Klärung der PKV-Erstattung vor einem Check-up ist ein einfacher Prozess in vier Schritten — kein Mysterium und keine wochenlange Wartezeit.
Schritt 1: Tarif prüfen. Tarif-Bedingungen lesen oder beim PKV-Servicecenter erfragen — welche Vorsorgeleistungen sind erstattungsfähig? Gibt es ein jährliches Vorsorgebudget? Welche GOÄ-Steigerungssätze werden anerkannt? Diese drei Fragen klären 90 Prozent der Erstattungslogik deines Tarifs.
Schritt 2: Erstgespräch nutzen. Im kostenlosen Erstgespräch bei PreventicsOne wird der geplante Untersuchungsumfang besprochen — und auf dieser Basis eine fundierte Einschätzung zur Erstattung gegeben. Das ist die Stelle, an der medizinische Indikation und Tarifrealität zusammenkommen.
Schritt 3: Voranfrage bei der PKV (optional). Wer Sicherheit will, kann die geplanten Leistungen vorab bei der PKV anfragen — schriftlich, mit konkreter Leistungsbeschreibung. Die Antwort ist verbindlich für deinen Fall. Bearbeitungszeit: typischerweise wenige Tage.
Schritt 4: Rechnung einreichen. Nach dem Check-up bekommst du eine GOÄ-konforme Rechnung. Diese reichst du wie üblich bei deiner PKV ein. Die Erstattung erfolgt nach Bearbeitung — meist innerhalb von 2 bis 4 Wochen.
Die Konsequenz: Es gibt keinen Grund, einen Check-up abzulehnen, weil man nicht weiß, ob die PKV erstattet. Klärung im Vorfeld dauert wenige Tage — und gibt vollständige Klarheit vor der Buchung.
Wie der Check-up bei PreventicsOne abgerechnet wird
Der PreventicsOne Premium Check-up wird nach Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) abgerechnet — der Standard-Honorarordnung für jede privatärztliche Leistung in Deutschland.
Jede der 14 Fachuntersuchungen ist als eigenständige GOÄ-Position abrechenbar — Anamnese, Echokardiographie, Belastungs-EKG mit Spiroergometrie, Sonographie der hirnversorgenden Arterien und der Beinarterien, ABI mit Pulswellengeschwindigkeit, Bioimpedanzanalyse, indirekte Kalorimetrie, Lungenfunktion, Schilddrüsensonographie, neurologische Untersuchung, Muskelfunktionstests inklusive Griffkraftmessung, körperliche Untersuchung, Ruhe-EKG und die Laborleistungen.
GOÄ-Leistungen werden mit Steigerungssätzen abgerechnet — der Standardsatz für medizinisch-technische Leistungen ist der 1,8-fache Satz, für ärztliche Leistungen meist der 2,3-fache Satz. PKV-Tarife erstatten typischerweise diese Standardsätze; höhere Sätze sind tarifabhängig.
Du bekommst eine detaillierte Rechnung mit allen Einzelpositionen — keine Pauschalen, keine versteckten Posten. Das macht die Prüfung durch deine PKV einfach und nachvollziehbar.
Die Konsequenz: GOÄ-konforme Abrechnung ist der gesetzlich geregelte Standard für privatärztliche Leistungen — keine Sonderabrechnung, keine Sondertarife. Genau deshalb funktioniert die PKV-Erstattung bei einem korrekt durchgeführten Premium Check-up planbar.

Hausarzt-Realitätscheck: GKV vs. PKV im Vorsorgekontext
GKV-Versicherte haben Anspruch auf den Check-35 alle drei Jahre — kostenfrei, aber mit deutlich begrenztem Diagnostik-Umfang. Was darüber hinausgeht (zum Beispiel ApoB, Lp(a) oder ein Herzecho ohne Indikation), zahlen GKV-Versicherte als IGeL-Leistung selbst — meist ohne strukturierte Beratung über Sinn und Notwendigkeit.
PKV-Versicherte haben durch ihren Tarif strukturell mehr Spielraum: Vorsorgeleistungen sind in den meisten Tarifen explizit als erstattungsfähig hinterlegt, oft mit jährlichem Vorsorge-Budget. Diese strukturelle Differenz wird selten genutzt, weil sie selten kommuniziert wird.
PreventicsOne arbeitet GOÄ-konform — der Standardabrechnung für privatärztliche Leistungen. Das macht die Erstattung durch deine PKV planbar. Im kostenlosen Erstgespräch wird der voraussichtliche Erstattungsumfang besprochen und gegebenenfalls eine Voranfrage bei der PKV koordiniert. Du buchst erst, wenn die Kostenseite geklärt ist.
Der Unterschied ist nicht „PKV bekommt Premium“ — sondern „PKV bekommt eine erstattungsfähige präventivmedizinische Diagnostik, die GKV strukturell nicht abdeckt“.
Häufig gestellte Fragen
Was erstattet die PKV bei einem Premium Check-up?
Die meisten modernen PKV-Tarife erstatten Vorsorgeleistungen jenseits des GKV-Standards — der PreventicsOne Premium Check-up wird häufig vollständig erstattet. Was genau erstattet wird, hängt vom individuellen Tarif ab und wird im kostenlosen Erstgespräch besprochen, idealerweise vor der Buchung mit Voranfrage bei der PKV geklärt.
Wie wird ein Premium Check-up bei der PKV abgerechnet?
Die Abrechnung erfolgt nach Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) — die rechtliche Honorarordnung für jede privatärztliche Leistung in Deutschland. Du bekommst eine detaillierte Rechnung mit allen Einzelpositionen, reichst sie bei deiner PKV ein und erhältst die Erstattung nach den Tarifbedingungen.
Was kostet der PreventicsOne Premium Check-up als Selbstzahler?
Der Premium Check-up kostet ca. 1.500 € für Selbstzahler. Im Preis enthalten sind über 68 Biomarker, 14 Fachuntersuchungen, das Anamnesegespräch (30 bis 60 Minuten je nach Patient), das Ergebnisgespräch (45 bis 60 Minuten am selben Tag) und ein priorisierter 3-Monats-Aktionsplan.
Brauche ich eine Vorabgenehmigung der PKV?
Eine Vorabgenehmigung ist meist nicht zwingend erforderlich, kann aber für PKV-Versicherte sinnvoll sein, die vor der Buchung Sicherheit über die Erstattung wünschen. Die schriftliche Voranfrage bei der PKV mit konkreter Leistungsbeschreibung dauert typischerweise wenige Tage und liefert eine verbindliche Einschätzung für deinen Fall.
Wo kann ich in Düsseldorf einen PKV-konformen Premium Check-up machen lassen?
PreventicsOne in Düsseldorf rechnet GOÄ-konform ab und ist auf PKV-Versicherte spezialisiert. Im kostenlosen Erstgespräch wird der voraussichtliche Erstattungsumfang besprochen — bevor du buchst.
Fazit
PKV-Versicherte zahlen für einen Premium Check-up häufig nichts — wenn sie vorher klären, was ihr Tarif erstattet. Die Klärung dauert wenige Tage und ist im kostenlosen Erstgespräch koordinierbar.
Im kostenlosen Erstgespräch klären wir, ob und wie deine PKV die Kosten übernimmt — vor der Buchung.
Quellen & Leitlinien
- Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ), aktuelle Fassung.
- Gemeinsamer Bundesausschuss (G-BA). Gesundheitsuntersuchungs-Richtlinie (Erwachsenen-Richtlinie). In Kraft seit 12.02.2021.
- PKV-Erstattung des PreventicsOne Premium Check-up häufig vollständig (Praxisstand PreventicsOne).
- Premium Check-up ca. 1.500 € für Selbstzahler (Praxisstand PreventicsOne).